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Vergütung von Reisezeiten bei Auslandsentsendung
05.11.2018

Entsendet der Arbeitgeber den Arbeitnehmer vorübergehend zur Arbeit ins Ausland, sind die für Hin- und Rückreise erforderlichen Zeiten wie Arbeit zu vergüten.
Dies entschied das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 17.10.2018.

Vorliegend wurde der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber auf eine Baustelle nach China entsandt. Auf Wunsch des Arbeitnehmers buchte der Arbeitgeber für die Hin- und Rückreise statt eines Direktfluges in der Economy-Class einen Flug in der Business-Class mit Zwischenstopp in Dubai. Für die vier Reisetage zahlte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die arbeitsvertraglich vereinbarte Vergütung für jeweils acht Stunden. Vom Arbeitnehmer wurden weitere 37 Stunden klageweise mit der Begründung gefordert, die gesamte Reisezeit von seiner Wohnung bis zur auswärtigen Arbeitsstelle und zurück sei wie Arbeit zu vergüten.

Das Bundesarbeitsgericht konnte nicht abschließend entscheiden und verwies deshalb die Sache – unter Aufhebung des Berufungsurteils – zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landesarbeitsgericht (Rheinland-Pfalz) zurück, da zu klären sei, welche Reisezeit bei einem Flug in der Economy-Class anfällt, da nur diese zu vergüten ist.

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